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Vortrag am 5. September 2023
The Patristic Text Archive (PTA): How to build a platform for critical digital editions of ancient Christian texts

The Patristic Text Archive (PTA, https://pta.bbaw.de) is primarily the new platform for the critical editions produced in the project “Die alexandrinische und antiochenische Bibelexegese in der Spätantike” and thus at the same time the continuation or rather expansion of the time-honoured edition series “Die griechischen christlichen Schriftsteller (GCS)” in the digital space; therefore, it is also open for critical editions produced by other projects. Other than previous digital collections of ancient (Christian) texts, the PTA provides the user with the critically reconstructed text together with the manuscript transcriptions on which the text reconstruction is based (where available digital images of the manuscripts can also be accessed). The editions cannot only be accessed via their authors or work titles, but also via a manuscript database and several indices (biblical and other quotations, persons, groups, places). Furthermore, the archive is not limited to one language of the tradition, and is also open to translations of the editions into modern languages. Most importantly, all data is available in open access for subsequent use also beyond the user interface of the PTA. In my paper, I'd like to discuss, how the PTA is built and how in combination and cooperation with other projects and tools it could be a valuable reservoir for Patristic studies in the 21st century.

Vortrag am 12. Oktober 2022
Digitale Editionen im Bereich der (spät)antiken christlichen Literatur - Erwartungen, Schwierigkeiten, Lösungen

Im Vortrag wird anhand des Projektes der »Alexandrinischen und antiochenischen Bibelexegese in der Spätantike« und des dafür geschaffenen »Patristischen Textarchivs« diskutiert, welche Hoffnungen und Erwartungen mit digitalen Editionsprojekten in den Altertumswissenschaften verbunden sind, welche Chancen sich eröffnen, welche Schwierigkeiten bisher aufgetreten und noch zu erwarten sind und welche Lösungen schon gefunden wurden oder zu erwarten sind.

Vortrag am 10. Mai 2021
Das Patristische Textarchiv – digitale Editionen (spät-)antiker christlicher Texte (editionsphilologische und technische Überlegungen)

Das »Patristische Textarchiv/Patristic Text Archive (PTA)« ist die neue Plattform für die im Akademienvorhaben »Die alexandrinische und antiochenische Bibelexegese in der Spätantike« erstellten kritischen Editionen von Werken fünf christlicher Autoren des 4. und 5. Jahrhunderts und damit zugleich die Fortführung bzw. vielmehr Erweiterung der altehrwürdigen Editions-Reihe »Die griechischen christlichen Schriftsteller (GCS)« im digitalen Raum. Die im PTA publizierten Editionen liegen dabei als im TEI (P5) kodierte XML-Dateien vor, wobei ein eigenes, auf EpiDoc aufbauendes Schema verwendet wird. Das Patristische Textarchiv unterscheidet sich von den bisher zur Verfügung stehenden digitalen Sammlungen antiker (christlicher) Texte vor allem dadurch, dass (zumindest bei den Neueditionen, prospektiv auch bei den retrodigitalisierten kritischen Editionen v.a. der GCS) der kritisch rekonstruierte Text samt den Überlieferungsvarianten dargeboten wird. Bei den Neueditionen werden zusätzlich auch die der Textrekonstruktion zugrunde liegenden Handschriftentranskriptionen zur Verfügung gestellt (prospektiv, wo vorhanden, zusammen mit Digitalisaten der Handschriften). Außerdem werden neben dem Zugang zu den Texten über ihre Autoren und Werktitel weitere Zugänge eröffnet, und zwar einerseits über Kurzkatalogisate der in den Editionen verwendeten Handschriften und andererseits über die in den Texten ausgezeichneten Entitäten wie Bibelstellen, Personen, Orte. Weitere Charakteristika des PTA sind, dass das Archiv nicht auf eine Sprache der Überlieferung begrenzt ist, dass es auch für Übersetzungen der Editionen in moderne Sprachen offen ist, und dass alle Daten im open access zur Nachnutzung jenseits der Benutzerschnittstelle des PTA vorliegen. Im Workshop möchte ich an einem konkreten Beispiel sowohl die zugrundeliegenden editionsphilologischen Überlegungen als auch die darauf basierende technische Umsetzung vor- und zur Diskussion stellen.

Vortrag am 5. März 2021
Das Patristische Textarchiv (PTA): Kritische Editionen antiker christlicher Texte im 21. Jahrhundert

Das »Patristische Textarchiv/Patristic Text Archive (PTA)« ist die neue Plattform für die im Akademienvorhaben »Die alexandrinische und antiochenische Bibelexegese in der Spätantike« erstellten kritischen Editionen von Werken fünf christlicher Autoren des 4. und 5. Jahrhunderts und damit zugleich die Fortführung bzw. vielmehr Erweiterung der altehrwürdigen Editions-Reihe »Die griechischen christlichen Schriftsteller (GCS)« im digitalen Raum. Die im PTA publizierten Editionen liegen dabei als im TEI (P5) kodierte XML-Dateien vor, wobei ein eigenes, auf EpiDoc aufbauendes Schema verwendet wird. Das Patristische Textarchiv unterscheidet sich von den bisher zur Verfügung stehenden digitalen Sammlungen antiker (christlicher) Texte vor allem dadurch, dass (zumindest bei den Neueditionen, prospektiv auch bei den retrodigitalisierten kritischen Editionen v.a. der GCS) der kritisch rekonstruierte Text samt den Überlieferungsvarianten dargeboten wird. Bei den Neueditionen werden zusätzlich auch die der Textrekonstruktion zugrunde liegenden Handschriftentranskriptionen zur Verfügung gestellt (prospektiv, wo vorhanden, zusammen mit Digitalisaten der Handschriften). Außerdem werden neben dem Zugang zu den Texten über ihre Autoren und Werktitel weitere Zugänge eröffnet, und zwar einerseits über Kurzkatalogisate der in den Editionen verwendeten Handschriften und andererseits über die in den Texten ausgezeichneten Entitäten wie Bibelstellen, Personen, Orte. Weitere Charakteristika des PTA sind, dass das Archiv nicht auf eine Sprache der Überlieferung begrenzt ist, dass es auch für Übersetzungen der Editionen in moderne Sprachen offen ist, und dass alle Daten im open access zur Nachnutzung jenseits der Benutzerschnittstelle des PTA vorliegen. Im Vortrag möchte ich zum einen das PTA, seine Konzeption und seine Funktionalitäten (aber auch die zu überwindenden Hürden) vorstellen, zum anderen auf die Arbeitsabläufe bei der Erstellung der kritischen digitalen Editionen eingehen.

Vortrag am 4. Februar 2019
Digitale Edition der Homilien Severians von Gabala (im Rahmen des Akademienprojektes Alexandrinische und antiochenische Bibelexegese in der Spätantike)

Die digitale Edition der Homilien Severians von Gabala umfasst ca. 50 Texte, die in einer Vielzahl von mittelalterlichen griechischen Pergament- und Papier-Handschriften (und in antiken Übersetzungen in u.a. syrischen, koptischen, armenischen, altkirchenslavischen Handschriften) überliefert sind, wobei sich die Überlieferungssituation (Welche Handschriften überliefern den Text, welche Übersetzungen liegen vor?) von Text zu Text unterscheidet. Ziel ist eine digitale kritische Edition, die dem TEI-Standard folgt, in der Online-Präsentation vielfältige Rezeptions- und Recherchemöglichkeiten bietet, aber zugleich interoperabel (für größere digitale Korpora antiker Texte) bleibt. In meinem Beitrag möchte ich aus fachwissenschaftlicher Perspektive die zugrundeliegenden Arbeitsschritte (Handschriftenbeschreibung, Handschriftentranskription, Textrekonstruktion mit Software-Unterstützung, Kodierung der kritischen Edition) und ihre Umsetzung in TEI-XML vorstellen. Eine wichtige Fragestellung stellt dabei insbesondere die (m.E. notwendige, aber im Gegensatz zur Epigraphik/Papyrologie zumindest für die Editionen noch ausstehende) Standardisierung für Handschriftentranskriptionen und vor allem für Editionen, die dem »lachmannschen« Paradigma folgen, im Rahmen der TEI dar.

Vortrag am 1. Februar 2019
Establishing the Corpus Severianum with computer-assisted approaches

While only three or four homilies are directly attested by at least one manuscript as written by Severian of Gabala (and some more by indirect attestation), there are more than 100 homilies for which modern research has proposed (or denied) Severian authorship. Among others, Zellinger, Uthemann, and Voicu have made approaches to develop criteria to determine Severian authorship, mostly based on stilistic and linguistic deliberation, and sometimes also on the content of the homilies. In this paper I'd like to propose and evaluate a computer-assisted approach to establish the Corpus Severianum (using a comparative corpus of more than 600 more or less contemporary homilies with more than 5 million words). Methods used (among others) are stilometry and an examination of the peculiarities of biblical quotations.